Priesterbruderschaft ST. Pius X.

31. Januar 2009 weberknecht Kommentieren

Am 21.Januar hat Kardinal Battista Re, Präfekt für die Bischofskongregation in Rom, die Exkommunikation der vier Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Gallareta aufgehoben.

Dieser Schritt ist bahnbrechend für die Zukunft der katholischen Kirche, denn er stärkt die traditionsverbundenen Gemeinschaften, nachdem Papst Benedikt die Alte Messe wieder zugelassen hat und mit der Abtei Mariawald die Tradition wieder zugelassen wurde.

Diese Maßnahmen werden leider unverändert vom Mainstream der mitteleuropäischen Kirche attackiert, die ein keiner Weise von diesen Schritten betroffen sind, denn ihnen wird ja nichts weggenommen oder verboten, sondern es erfolgt lediglich eine Öffnung am traditionverbundenen Kern der Kirche. Leider mißbrauchen diese Kreise die inakzeptablen Aussagen des Bischofs Williamson zum Holocaust für ihre Zwecke. Das ist um so ärgerlicher, weil diese Themen nichts miteinander zu tun haben. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Millionen Toten des Naziregimes, wenn nun auf diese Weise erneut ihr grauenhaftes Schicksal für innerkirchliche und interreligiöse Machtkämpfe instrumentalisiert wird.

Weiter Informationen und Meßzentren der Piusbruderschaft befinden sich deren Seiten:

Priesterbruderschaft Sankt Pius X.

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Die Abtei Mariawald kehrt zum Alten Ritus zurück

25. November 2008 weberknecht Kommentieren

Die Abtei Mariawald in der Eifel kehrt zum Alten Ritus zurück.

Auf der Webseite der Abtei befindet sich die folgende Pressemitteilung. Ich gratuliere der Abtei zu diesem mutigen und hoffnungsvollen Schritt.

Aufgrund seiner Bitte hat der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., dem Abt der Trappistenabtei Mariawald (Diözese Aachen), Dom Josef Vollberg O.C.S.O., das Privileg erteilt, mit seiner Abtei zur Liturgie und zur Observanz im Alten Usus des Ordens zurückzukehren, der bis zu den Reformen im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils galt.
Dieser sogenannte „Usus von Monte Cistello“ wurde während der Konzilszeit in den Jahren 1963/1964 als vorläufige Reformstufe approbiert.
In einem Schreiben der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ vom 21. November 2008 wird der Abtei dieses päpstliche Privileg gewährt. Darin wird auf die persönliche Entscheidung des Heiligen Vaters verwiesen, in allen Punkten den von den Trappisten gewünschten Privilegien zur vollständigen Rückkehr der Abtei zum Alten Usus in Liturgie und Klosterleben zu entsprechen. Darin eingeschlossen ist die Rückkehr zur alten liturgischen Tradition des Ordens in Messfeier und Chorgebet, die bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzis verbindlich war.
Das Reformprojekt in Mariawald und die diesbezügliche Bitte des Abtes kann als eine Frucht der Bemühungen Papst Benedikts XVI. um die Erneuerung der Kirche im Geist der Tradition angesehen werden.
Nachdem die verschiedenen nachkonziliaren Reformen für das Kloster nicht die erhoffte Blüte in Liturgie und im Leben des Konvents erbracht haben, knüpft nun die Rückkehr zur Tradition an die jahrhundertealte Überlieferung des Ordens an. Dom Josef verspricht sich durch die Rückkehr zur alten Gregorianischen Liturgie und zum strengeren Usus der monastischen Lebensgewohnheiten neue geistliche Impulse auch für den Nachwuchs der Abtei.
Weltweit ist spürbar, daß Klostergemeinschaften, die die vorkonziliare lateinische Liturgie pflegen, beachtliche Nachwuchszahlen aufweisen können. Besonders in Frankreich gibt es auf dem Hintergrund einer traditionellen Auslegung der Benediktuskregel und der Gregorianischen Liturgie in Messe und Stundengebet blühende Abteien. In Deutschland war es bisher für Berufungen zum monastischen Leben in traditioneller Ausprägung nicht möglich, sich einer entsprechenden Kommunität anzuschließen. Mit dem päpstlichen Privileg ist nun erstmalig auch in Deutschland die Möglichkeit für junge Menschen eröffnet, die alte Tradition des kontemplativen Lebens in den erhabenen Formen der klassischen Liturgie und in der strengen Observanz der Regel des Hl. Benedikt zu leben.
Dom Josef sieht sich in seiner Entscheidung vom Heiligen Vater bestätigt, der in seinem großzügig formulierten Privileg allen gewünschten Formen der Rückkehr zur Tradition auch seinen persönlichen Wunsch erkennen lässt, daß in der Wiederentdeckung der alten Liturgie und des Lebensusus eine Erneuerung des monastischen Lebens insgesamt gefördert werde. So entspricht nach der Überzeugung des Abtes das persönliche und direkte Handeln des Papstes für die Abtei Mariawald dem „Projekt der Tradition“, das der Heilige Vater im Jahre 2007 durch sein Motu proprio „Summorum Pontificum“ für die Liturgie angestoßen hat.
Dom Josef sieht sich und seine Abtei durch den Heiligen Vater und dessen unmittelbaren und direkten päpstlichen Rechtsakt nachhaltig motiviert, die traditionsbezogene Reform des Klosters um seiner Zukunftsfähigkeit willen mit neuem geistlichen Elan umzusetzen. Der Abtei kommt darin weltweit eine Vorreiterrolle zu, das monastische Leben aus dem Geist der Tradition zu erneuern und dem Niedergang des Klosterlebens, den besonders manche Trappistenabteien in den letzten Jahren erleben mussten, entgegenzuwirken.
Bereits auf dem Gebiet der Ökonomie hat das Kloster in den letzten Jahren durch seine Orientierung an ökologischer Landwirtschaft Akzente gesetzt. Nun ist es der geistliche Gehalt des kontemplativen Lebens, der neue Impulse aus der großen Tradition des Ordens und seiner klassischen lateinischen Liturgie empfangen soll.
Zur Zeit leben in Mariawald zehn Mönche, ein Novize und ein Oblate. Die Geschichte der Abtei begann mit der Gründung eines Zisterzienserpriorats im 15. Jahrhundert. Nach einer mehr als sechzigjährigen Unterbrechung des monastischen Lebens durch die Wirren der Französischen Revolution wurde das im 19. Jahrhundert von Trappisten aus dem Elsass neubesiedelte Kloster am Michaelsfest im Jahre 1909, zur Abtei erhoben.
Auf dem Hintergrund dieses historischen Datums soll nun zur Einhundertjahrfeier am 29. September 2009 die Umsetzung der vollständigen Rückkehr der Abtei zur alten Tradition des kontemplativen Lebens und zur klassischen Gregorianischen Liturgie abgeschlossen sein.

Mariawald, den 25. November 2008

Dom Josef Vollberg, O.C.S.O., Abt

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Halbmarathon

5. Oktober 2008 weberknecht Kommentieren

Eigentlich dachte ich immer, wohl weil es mein früherer Sportlehrer auch meinte, ich sei unsportlich. Ich bin es nicht, und ich diene gerne als leuchtendes Beispiel für alle, die meinen: es geht nicht.

Heute habe ich meinen ersten Halbmarathon zurückgelegt, und auch in einer akzeptablen Zeit von unter 2 Stunden. Die letzten 5 km waren Knochenarbeit, die letzten 3 Quälerei und der letzte Kilometer eine Tortur, weil es bergauf ging. Es war kalt (10°C), ich hatte normale Sommerkleidung an und es war windig. Aber ich habe das Ziel erreicht.
Nun steht der Winter-Sportplan auf der Tagesordnung. Eine Ausweitung der Laufstrecke plane ich nicht, denn sie ist auch so schon gut ausgereift. Es geht um Grundlagentraining.

Den HM habe ich wie folgt vorbereitet:

- 3 mal wöchentlich laufen.

- Davon 2 x mindestens 10 km im normalen Tempo, auch schon mal etwas schneller (< 5:45 min/km)

- Ein sonntäglicher Lauf, der sich vom Trainingsbeginn bis zum Wettkampf allmählich verlängert. Gemächliches Tempo (6:00 – 6:15 min/km)

- Kein Alkohol, viel Obst und Gemüse und in der Woche vor dem Wettkampf viele Nudeln, Kartoffeln und Fisch.

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Im Reich der wilden Tiere

25. September 2008 weberknecht 4 Kommentare

Ein Glücksfall für das katholische Forum mykath.de ist die Abwanderung der Atheisten ins Perlenforum. Nach dem Rauswurf durch den Betreiber – ich schrieb ja darüber – hat jene Gruppe um Stefan Kramer mykath.de unter lautem Krakelen verlassen, und ein eigenes Forum eröffnet. Sichtbar bemüht man sich dort darum, die wenigen auftauchenden Christen nicht zu verprellen, aber schon nach kurzer Zeit brechen die alten Keilereien wieder durch. Es kracht und scheppert an allen Ecken, es wird gekeilt, beleidigt und gedisst was das Zeug hält.

Ich kann nur sagen: Man sollte diesen Kapselungsvorgang gut unterstützen und Sorge dafür tragen, dass diese Gruppierung nicht wieder nach mykath.de einzieht. Mykath.de selber kann man nur gratulieren zu diesem Schritt, dieses Forum hat nun den Chance, wenigstens ein wenig wieder zu einer halbwegs christlichen Ausprägung zu kommen.

Ich schrieb bereits, dass ich nun wenig Zeit haben werde, viel zu schreiben. Die aktuelle Finanzkrise bereitet mir allerdings größere Sorge. Denn die aktuellen Vorgänge und Ausblicke in der Zukunft lassen nichts Gutes ahnen. Ich empfehle jedem, der für andere verantwortlich Sorge trägt, nach althergebrachten Grundsätzen sein Hab und Gut zu sichern und Vorsorge für dramatische Zustände zu treffen.

Eine Gute Investition wäre (falls etwas Geld übrig ist):

- Gold oder Silber ca. 20 %

- Landwirtschaftlich bebaubare Fläche / Kleingartenanlage ca. 20 %

- Bundesschatzbriefe oder Staatsanleihen ausschließlich aus Deutschland und mit kurze Laufzeit (Zinsen sind egal) ca. 40 %

- Falls Renovierungen oder Ersatz notwendig sind, sollten diese für wichtige Gegenstände jetzt getätigt werden ca. 10 %

- Konserven und haltbare Lebensmittel für mindestens 2 Jahre anlegen und rollierend verbrauchen, Gebetsschatz der Kirche, Fahrrad, Holzgrill, Axt und warme Sachen für kalte Tage

- 10 % Bargeld für schnelle Hamsterkäufe

Sollte der Zusammenbruch eintreten, ist es für diese Aktivitäten zu spät.

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Hexenschuss

18. September 2008 weberknecht Kommentieren

Zu meiner Erkältung hat sich nun auch noch ein Hexenschuß gesellt. Ich werde wohl den Halbmarathon absagen, und privat laufen. Das ist nun auch nicht soo schlimm, weil die Vorbereitung ja das eigentlich Schöne ist. Und einen kleinen Halbmarathon kann ich ja auch später noch nachholen.

Die Perlenschmuggler haben ihr Forum nun eingerichtet, und inzwischen kann man auf Grund der Erfahrung voraussagen, wie es weitergeht: Anfangs ist man sehr bemüht, und freundlich. Auch ehemalige Zwistigkeiten werden zu eigenen Gunsten kaschiert (wobei die eigenen Gunsten ein möglichst lebendiges Forum sind). Das dauert solange, bis die erste harte Entscheidung ansteht. Und dann werden jene, die sich heute noch über Rauswürfe erregen, ohne mit der Wimper zu zucken das tun, was sie heute ankreiden.

Über allem steht das Gesetz des eigenen Vorteils als Handlungsmaxime, und das betriftt alle, ohne Ausnahme. Das Studium der Forensoziologie ist interessant. Manchmal lehrt sie, Verhalten vorauszusagen. Schaun mer mal ;)

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Der Papst in Gallien

12. September 2008 weberknecht Kommentieren

Papst Benedikt XVI hält sich in Frankreich auf, jenem Land, in dem der moderne Atheismus seinen Anfang nahm. Bei Radio Vatican werden seine Reden zumindest in Auszügen bereitgestellt.

In den Foren wird die Reise auch kaum bis gar nicht erwähnt, zumindest habe ich weder bei mykath noch im kreuzgangsforum etwas entdeckt. Stattdessen bemühen sich aber die „Frei“geister.

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Jammerlappen

3. September 2008 weberknecht 5 Kommentare

Neulich kam wieder ein Kollege zu mir, der irgendeine unbedeutende Angelegenheit vorbrachte und in ein schon berüchtigtes Gejammere verfiel. Die üblichen Schuldigen wurden genannt (die da oben, alles auf den kleinen Mann, wenn ich woanders wäre, zu wenig Leute, zu viel Arbeit etc. etc.) Ich schlug vor, daß wir uns gegen 17.00h auf dem Vorplatz treffen, um gemeinschaftlich zu jammern, vielleicht wollten ja noch ein paar mitkommen. Die großen Augen starrten mich an, und wandten sich betreten ab.

Nun ist der Kollege nicht so empfindlich, vielleicht hat er mir auch heimlich recht gegeben. Tatsache ist, daß diese Konstellation typisch ist. Jammern scheint eine Funktion zu haben. Welche weiß ich nicht, aber ich kenne kaum Leute, die nie jammern.

Aber wie geht man damit um? Ich habe die Feststellung gemacht, daß Mitjammern eigentlich alles nur schlimmer macht, und in der Regel einer Endlosschleife ähnelt, inkl. anschließender schlechten Laune. Mag ja sein, daß sich welche hinterher besser fühlen, ich gehöre nicht dazu.

Dagegen halten ist auch nicht möglich, denn meistens will man ja noch längere Zeit mit dem Kollegen zusammen(!)arbeiten.

Um aus der Rolle „Ach Gott, ich Ärmster“ herauszukommen, bietet sich folgende Strategie an:

- Wenn man nicht mitjammert, dann gehört man nicht dazu. Also jammert man erst mal mit.

- 10 Minuten hört man sich das Gejammere an, und man äußert Sympathielaute wie „achja, hmm, ach herje“ und nickt dabei mit dem Kopf (manche nennen das auch „Eseln“). In der Regel bekommt man hinterher so einen Spruch wie „Mit Dir kann man wenigstens noch reden“ zu hören; dann ist’s gut.

- Wenn man das Gejaule abkürzen will, weist man darauf hin, daß man noch etwas erledigen müsse, worauf der andere oft verständnisvoll reagiert und sagt: „Ich weiß, Du hast es auch schwer“.

- Wenn alles nichts hilft, und der Kollege zweimal täglich vor der Tür steht, dann fahren Sie ihm am besten deutlich in die Parade: „Jetzt haben Sie genug gejammer, erzählen Sie das Ihrem Friseur, aber nicht mir.“

Der letzte Schritt ist riskant, aber was will man machen…

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Weber, webe zart und fein,webe fein das Schleierlein

1. September 2008 weberknecht 2 Kommentare

Kennen Sie diesen Vers? Ich bin sicher, Sie kennen ihn gut. Deswegen berichte ich lieber über die Entwicklung bei mykath.de. Nach der Großen Sperre hatten sich zwischenzeitlich die Gemüter der Betroffenen beruhigt, und – da der Betrieber zurecht seine Linie beibehalten hat – hatten sich die Freunde des Kramers zurückgezogen. Nicht lange währte der Frieden. Nun haben sie sich zurückgemeldet und es wird gelärmt. Lissie berichtet über Ungerechtigkeiten und ebenso meldet sich Vielschreiber Volker zu Wort: Er offenbart, dass er Geld gespendet hat und er dachte, dass ihm nun ein Stück des Forums gehört. Och nee, ne.
Ich glaube, ich rufe mal beim Roten Kreuz an, denen hatte ich vor Jahren auch mal Geld gespendet. Vielleicht nützt es ja was, wenn ich behaupte, damit gehöre der Laden mir, lach.
Nun, das Ganze ist sehr unzart und unfein. Es ist einfach so: Wer in Foren schreibt und auch wer Geld spendet, ist und bleibt rechtlos. Sowohl an den Gerätschaften als auch an den eigenen Beiträgen. Eine Spende ist eine Vermögensminderung. Das Geld ist futsch!
Die, die meinten, ohne sie könne ein Forum nicht bestehen, haben sich getäuscht. Es läuft weiter, es läuft vielleicht besser, und der Herr wird schon für die Moneten sorgen ;)
In diesem Sinne. Knurre, schnurre, knurre, schnurre, Rädchen, schnurre.

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Leckerbissen für die Dinos

24. August 2008 weberknecht 3 Kommentare

Wer ein wenig Unterhaltung sucht, findet hier einen Leckerbissen: Ein bekennender und aktiver traditionsverbundener Katholik mit dem Nicknamen ottaviani, der nach eigener Aussage S.E. Erzbischof Lefebvre und seiner Lehre nahesteht, nimmt es mit den aktiv kirchenfeindlichen „Frei“geistern auf.
Erfrischend sind seine gelassenen und mitunter humorigen Antworten, mit denen er eine ganze Schar Atheisten aushebelt und oft ins Leere laufen läßt. Rhetorisch gut gemacht.

Zum Beispiel:

Ottaviani: „frag wenn du was wissen willst“
Kramer: „Ich würde gerne wissen, über was ich mich mit Dir unterhalten soll. Ich sehe da eigentlich keinen Gesprächsbedarf. Ich sehe auch nicht, was es bringen soll, hier in irgendwelchen Gottesstaatphantasien zu schwelgen.“
Ottaviani: „Du mußt dich mit mir nicht unterhalten “ (Was Kramer im weiteren Verlauf sauer werden lässt…)

Backside meint: „Das hier erinnert mich ein wenig an die Szene in Jurassic Park, als die Kuh zu den Raptoren runtergelassen wurde …“ und verkennt, dass er ungewollt eine komische Metapher verwendet, in der den Atheisten als ausgestorbene Dinos ein Leckerbissen dargeboten wird. ;)

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Wir spielen Gericht

18. August 2008 weberknecht Kommentieren

Der Mensch ist ein gemeines, ähem geselliges Wesen. Wo Menschen aufeinandertreffen findet Begegnung statt. Aus Begegnungen entstehen Bekanntschaften und gemeinsam kann man stark sein. Deswegen gibt es auch viele „Orte der Begegnung“, „Begegnungsstätten“ oder „Zeiten der Begegnung“. In früheren Zeiten nannte man es Marktplatz oder noch früher Forum. Im Wortstamm von Begegnung steckt aber das kleine Wörtchen gegen.

Nicht immer entsteht nämlich das Gewünschte, sondern das Gegenteil: Menschen haben unterschiedliche Interessen und versuchen sie gegeneinander durchzusetzen. Ort der Begegnung sind daher m.E. in erster Linie Orte der Gegensätze. Leider sind diese Situationen oft unschön, es sind schon Feindschaften und Kriege aus solchen Konstellationen entstanden. Nicht jeder Erwachsene kann solche Konflikte ertragen und sie konstruktiv lösen. Stattdessen spielen viele Menschen gerne Gericht.

Die Grundregel hierfür lautet:

Sieh zu, dass Du niemals an etwas schuld bist. Falls Dich aber doch jemand anklagt, reiche sofort eine Gegenklage ein.

Manchmal gehen diese Streitigkeiten wirklich bis zum Gericht, aber das meine ich nicht. Die meisten Streithähne suchen sich einen Richter. Manchmal ist der Richter eine Gruppe Verbündeter (Der Stärkste gewinnt). Manchmal aber werden auch private Tribunale eingerichtet. In Objekten der Freizeitbeschäftigung ist dies ein beliebtes Spiel. Auf diese Weise versucht man Streitigkeiten zu lösen, indem z.B. ein Gremium oder ein Rat zusammengestellt wird, der Konflikte lösen soll.

Mittels dieser Scheinautorität werden Urteile gefällt, übler als es jeder Richter täte, ohne jedes Fundament. So etwas führt nur zu neuem Streit und löst keinen Konflikt. Eltern von Geschwisterkindern wissen das: Sie können keinen Streit lösen. Tun sie es doch, dann wird ihnen der nächste bedeutungslose Konflikt delegiert. Am Ende tagt das Gericht dauerhaft.

Die Ursache für dieses Phänomen liegt in einer Unfähigkeit, auf eine noch so blöde Anschuldigung einfach nicht zu reagieren. Kinder müssen ihren Streit selber lösen. Spielen die Eltern Richter, werden sie nach jedem Urteil in Revision gehen müssen. Auch im Erwachsenenleben ist das überall so: Wo Hierarchien existieren, werden sie für Gerichtsspiele genutzt.

Steigen Sie einfach aus, spielen Sie nicht Richter (besonders vorsichtig wäre ich, wenn jemand die Einrichtung eines Tribunals als „neutrale“ Instanz fordert) und ertragen Sie Schuldzuweisungen durch souveräne Ignoranz. Tun sie das nicht, beklagen Sie sich nicht. Ich habs Ihnen gesagt.

:)

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