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Archiv für September 2008

Im Reich der wilden Tiere

25. September 2008 weberknecht 4 Kommentare

Ein Glücksfall für das katholische Forum mykath.de ist die Abwanderung der Atheisten ins Perlenforum. Nach dem Rauswurf durch den Betreiber – ich schrieb ja darüber – hat jene Gruppe um Stefan Kramer mykath.de unter lautem Krakelen verlassen, und ein eigenes Forum eröffnet. Sichtbar bemüht man sich dort darum, die wenigen auftauchenden Christen nicht zu verprellen, aber schon nach kurzer Zeit brechen die alten Keilereien wieder durch. Es kracht und scheppert an allen Ecken, es wird gekeilt, beleidigt und gedisst was das Zeug hält.

Ich kann nur sagen: Man sollte diesen Kapselungsvorgang gut unterstützen und Sorge dafür tragen, dass diese Gruppierung nicht wieder nach mykath.de einzieht. Mykath.de selber kann man nur gratulieren zu diesem Schritt, dieses Forum hat nun den Chance, wenigstens ein wenig wieder zu einer halbwegs christlichen Ausprägung zu kommen.

Ich schrieb bereits, dass ich nun wenig Zeit haben werde, viel zu schreiben. Die aktuelle Finanzkrise bereitet mir allerdings größere Sorge. Denn die aktuellen Vorgänge und Ausblicke in der Zukunft lassen nichts Gutes ahnen. Ich empfehle jedem, der für andere verantwortlich Sorge trägt, nach althergebrachten Grundsätzen sein Hab und Gut zu sichern und Vorsorge für dramatische Zustände zu treffen.

Eine Gute Investition wäre (falls etwas Geld übrig ist):

- Gold oder Silber ca. 20 %

- Landwirtschaftlich bebaubare Fläche / Kleingartenanlage ca. 20 %

- Bundesschatzbriefe oder Staatsanleihen ausschließlich aus Deutschland und mit kurze Laufzeit (Zinsen sind egal) ca. 40 %

- Falls Renovierungen oder Ersatz notwendig sind, sollten diese für wichtige Gegenstände jetzt getätigt werden ca. 10 %

- Konserven und haltbare Lebensmittel für mindestens 2 Jahre anlegen und rollierend verbrauchen, Gebetsschatz der Kirche, Fahrrad, Holzgrill, Axt und warme Sachen für kalte Tage

- 10 % Bargeld für schnelle Hamsterkäufe

Sollte der Zusammenbruch eintreten, ist es für diese Aktivitäten zu spät.

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Hexenschuss

18. September 2008 weberknecht Kommentieren

Zu meiner Erkältung hat sich nun auch noch ein Hexenschuß gesellt. Ich werde wohl den Halbmarathon absagen, und privat laufen. Das ist nun auch nicht soo schlimm, weil die Vorbereitung ja das eigentlich Schöne ist. Und einen kleinen Halbmarathon kann ich ja auch später noch nachholen.

Die Perlenschmuggler haben ihr Forum nun eingerichtet, und inzwischen kann man auf Grund der Erfahrung voraussagen, wie es weitergeht: Anfangs ist man sehr bemüht, und freundlich. Auch ehemalige Zwistigkeiten werden zu eigenen Gunsten kaschiert (wobei die eigenen Gunsten ein möglichst lebendiges Forum sind). Das dauert solange, bis die erste harte Entscheidung ansteht. Und dann werden jene, die sich heute noch über Rauswürfe erregen, ohne mit der Wimper zu zucken das tun, was sie heute ankreiden.

Über allem steht das Gesetz des eigenen Vorteils als Handlungsmaxime, und das betriftt alle, ohne Ausnahme. Das Studium der Forensoziologie ist interessant. Manchmal lehrt sie, Verhalten vorauszusagen. Schaun mer mal ;)

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Der Papst in Gallien

12. September 2008 weberknecht Kommentieren

Papst Benedikt XVI hält sich in Frankreich auf, jenem Land, in dem der moderne Atheismus seinen Anfang nahm. Bei Radio Vatican werden seine Reden zumindest in Auszügen bereitgestellt.

In den Foren wird die Reise auch kaum bis gar nicht erwähnt, zumindest habe ich weder bei mykath noch im kreuzgangsforum etwas entdeckt. Stattdessen bemühen sich aber die „Frei“geister.

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Jammerlappen

3. September 2008 weberknecht 5 Kommentare

Neulich kam wieder ein Kollege zu mir, der irgendeine unbedeutende Angelegenheit vorbrachte und in ein schon berüchtigtes Gejammere verfiel. Die üblichen Schuldigen wurden genannt (die da oben, alles auf den kleinen Mann, wenn ich woanders wäre, zu wenig Leute, zu viel Arbeit etc. etc.) Ich schlug vor, daß wir uns gegen 17.00h auf dem Vorplatz treffen, um gemeinschaftlich zu jammern, vielleicht wollten ja noch ein paar mitkommen. Die großen Augen starrten mich an, und wandten sich betreten ab.

Nun ist der Kollege nicht so empfindlich, vielleicht hat er mir auch heimlich recht gegeben. Tatsache ist, daß diese Konstellation typisch ist. Jammern scheint eine Funktion zu haben. Welche weiß ich nicht, aber ich kenne kaum Leute, die nie jammern.

Aber wie geht man damit um? Ich habe die Feststellung gemacht, daß Mitjammern eigentlich alles nur schlimmer macht, und in der Regel einer Endlosschleife ähnelt, inkl. anschließender schlechten Laune. Mag ja sein, daß sich welche hinterher besser fühlen, ich gehöre nicht dazu.

Dagegen halten ist auch nicht möglich, denn meistens will man ja noch längere Zeit mit dem Kollegen zusammen(!)arbeiten.

Um aus der Rolle „Ach Gott, ich Ärmster“ herauszukommen, bietet sich folgende Strategie an:

- Wenn man nicht mitjammert, dann gehört man nicht dazu. Also jammert man erst mal mit.

- 10 Minuten hört man sich das Gejammere an, und man äußert Sympathielaute wie „achja, hmm, ach herje“ und nickt dabei mit dem Kopf (manche nennen das auch „Eseln“). In der Regel bekommt man hinterher so einen Spruch wie „Mit Dir kann man wenigstens noch reden“ zu hören; dann ist’s gut.

- Wenn man das Gejaule abkürzen will, weist man darauf hin, daß man noch etwas erledigen müsse, worauf der andere oft verständnisvoll reagiert und sagt: „Ich weiß, Du hast es auch schwer“.

- Wenn alles nichts hilft, und der Kollege zweimal täglich vor der Tür steht, dann fahren Sie ihm am besten deutlich in die Parade: „Jetzt haben Sie genug gejammer, erzählen Sie das Ihrem Friseur, aber nicht mir.“

Der letzte Schritt ist riskant, aber was will man machen…

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Weber, webe zart und fein,webe fein das Schleierlein

1. September 2008 weberknecht 2 Kommentare

Kennen Sie diesen Vers? Ich bin sicher, Sie kennen ihn gut. Deswegen berichte ich lieber über die Entwicklung bei mykath.de. Nach der Großen Sperre hatten sich zwischenzeitlich die Gemüter der Betroffenen beruhigt, und – da der Betrieber zurecht seine Linie beibehalten hat – hatten sich die Freunde des Kramers zurückgezogen. Nicht lange währte der Frieden. Nun haben sie sich zurückgemeldet und es wird gelärmt. Lissie berichtet über Ungerechtigkeiten und ebenso meldet sich Vielschreiber Volker zu Wort: Er offenbart, dass er Geld gespendet hat und er dachte, dass ihm nun ein Stück des Forums gehört. Och nee, ne.
Ich glaube, ich rufe mal beim Roten Kreuz an, denen hatte ich vor Jahren auch mal Geld gespendet. Vielleicht nützt es ja was, wenn ich behaupte, damit gehöre der Laden mir, lach.
Nun, das Ganze ist sehr unzart und unfein. Es ist einfach so: Wer in Foren schreibt und auch wer Geld spendet, ist und bleibt rechtlos. Sowohl an den Gerätschaften als auch an den eigenen Beiträgen. Eine Spende ist eine Vermögensminderung. Das Geld ist futsch!
Die, die meinten, ohne sie könne ein Forum nicht bestehen, haben sich getäuscht. Es läuft weiter, es läuft vielleicht besser, und der Herr wird schon für die Moneten sorgen ;)
In diesem Sinne. Knurre, schnurre, knurre, schnurre, Rädchen, schnurre.

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