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Archiv für August 2008

Leckerbissen für die Dinos

24. August 2008 weberknecht 3 Kommentare

Wer ein wenig Unterhaltung sucht, findet hier einen Leckerbissen: Ein bekennender und aktiver traditionsverbundener Katholik mit dem Nicknamen ottaviani, der nach eigener Aussage S.E. Erzbischof Lefebvre und seiner Lehre nahesteht, nimmt es mit den aktiv kirchenfeindlichen „Frei“geistern auf.
Erfrischend sind seine gelassenen und mitunter humorigen Antworten, mit denen er eine ganze Schar Atheisten aushebelt und oft ins Leere laufen läßt. Rhetorisch gut gemacht.

Zum Beispiel:

Ottaviani: „frag wenn du was wissen willst“
Kramer: „Ich würde gerne wissen, über was ich mich mit Dir unterhalten soll. Ich sehe da eigentlich keinen Gesprächsbedarf. Ich sehe auch nicht, was es bringen soll, hier in irgendwelchen Gottesstaatphantasien zu schwelgen.“
Ottaviani: „Du mußt dich mit mir nicht unterhalten “ (Was Kramer im weiteren Verlauf sauer werden lässt…)

Backside meint: „Das hier erinnert mich ein wenig an die Szene in Jurassic Park, als die Kuh zu den Raptoren runtergelassen wurde …“ und verkennt, dass er ungewollt eine komische Metapher verwendet, in der den Atheisten als ausgestorbene Dinos ein Leckerbissen dargeboten wird. ;)

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Wir spielen Gericht

18. August 2008 weberknecht Kommentieren

Der Mensch ist ein gemeines, ähem geselliges Wesen. Wo Menschen aufeinandertreffen findet Begegnung statt. Aus Begegnungen entstehen Bekanntschaften und gemeinsam kann man stark sein. Deswegen gibt es auch viele „Orte der Begegnung“, „Begegnungsstätten“ oder „Zeiten der Begegnung“. In früheren Zeiten nannte man es Marktplatz oder noch früher Forum. Im Wortstamm von Begegnung steckt aber das kleine Wörtchen gegen.

Nicht immer entsteht nämlich das Gewünschte, sondern das Gegenteil: Menschen haben unterschiedliche Interessen und versuchen sie gegeneinander durchzusetzen. Ort der Begegnung sind daher m.E. in erster Linie Orte der Gegensätze. Leider sind diese Situationen oft unschön, es sind schon Feindschaften und Kriege aus solchen Konstellationen entstanden. Nicht jeder Erwachsene kann solche Konflikte ertragen und sie konstruktiv lösen. Stattdessen spielen viele Menschen gerne Gericht.

Die Grundregel hierfür lautet:

Sieh zu, dass Du niemals an etwas schuld bist. Falls Dich aber doch jemand anklagt, reiche sofort eine Gegenklage ein.

Manchmal gehen diese Streitigkeiten wirklich bis zum Gericht, aber das meine ich nicht. Die meisten Streithähne suchen sich einen Richter. Manchmal ist der Richter eine Gruppe Verbündeter (Der Stärkste gewinnt). Manchmal aber werden auch private Tribunale eingerichtet. In Objekten der Freizeitbeschäftigung ist dies ein beliebtes Spiel. Auf diese Weise versucht man Streitigkeiten zu lösen, indem z.B. ein Gremium oder ein Rat zusammengestellt wird, der Konflikte lösen soll.

Mittels dieser Scheinautorität werden Urteile gefällt, übler als es jeder Richter täte, ohne jedes Fundament. So etwas führt nur zu neuem Streit und löst keinen Konflikt. Eltern von Geschwisterkindern wissen das: Sie können keinen Streit lösen. Tun sie es doch, dann wird ihnen der nächste bedeutungslose Konflikt delegiert. Am Ende tagt das Gericht dauerhaft.

Die Ursache für dieses Phänomen liegt in einer Unfähigkeit, auf eine noch so blöde Anschuldigung einfach nicht zu reagieren. Kinder müssen ihren Streit selber lösen. Spielen die Eltern Richter, werden sie nach jedem Urteil in Revision gehen müssen. Auch im Erwachsenenleben ist das überall so: Wo Hierarchien existieren, werden sie für Gerichtsspiele genutzt.

Steigen Sie einfach aus, spielen Sie nicht Richter (besonders vorsichtig wäre ich, wenn jemand die Einrichtung eines Tribunals als „neutrale“ Instanz fordert) und ertragen Sie Schuldzuweisungen durch souveräne Ignoranz. Tun sie das nicht, beklagen Sie sich nicht. Ich habs Ihnen gesagt.

:)

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Showdown

16. August 2008 weberknecht Kommentieren

Kommt ihnen dieser Debattenstil bekannt vor?

:D

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Am Tag, als Conny Kramer starb…

13. August 2008 weberknecht 5 Kommentare

…und alle Freunde weinten um ihn.

Im atheistischen und aktiv kirchenfeindlichen Diskussionsforum Freigeisterhaus.de gibt es einen Moderator, der sich Kramer nennt. Dahinter verbirgt sich eine Person, die schon seit langem in der einschlägigen Forenszene bekannt ist, und durch ihr quantitatives Auftreten als Agnostiker hervorsticht. Das ist nichts Ungewöhnliches. Ein wenig ungewöhnlicher ist das, was aktuell im katholischen Forum mykath.de passiert. Jener Kramer war dort längere Zeit ebenfalls als Moderator unter dem Namen Stefan tätig, und gehört mit über 30.000 Beiträgen sozusagen zum harten Kern, gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter, die maßgeblichen Einfluß durch geschickte, manipulative und oftmals subtile Postings auf eine ansonsten weitestgehend harmlose katholische Schreiberschaft ausübt. Der Forenbetreiber als Verantwortlicher hat diese ungewöhnliche Konstellation seit Jahren geduldet und dadurch eine Situation geschaffen, die nun offenbar für ihn ein Problem darstellt. Jener Stefan neigt nämlich dazu, seine rhetorischen Fähigkeiten gegenüber ihm mißliebigen Teilnehmern nachhaltig und aggressiv für seine Ziele zu nutzen. In der Folge konnte man nun lesen, dass der Betreiber nunmehr genau jene Person für immer aus dem Forum verbannt hat. Soweit – könnte man denken – ein unschöner Vorgang, aber sowas passiert eben.
Was im Augenblick aber abgeht – und das ist der eigentliche Grund für diesen Eintrag – ist eine Lehrstunde zum Thema Gruppendynamik. Der Verbannte verfügt in jenem Forum über Freunde, die in einem mehr oder weniger ausgeprägten Hörigkeitsverhältnis stehen. Sie weinen um ihren nunmehr verlustigen Leithammel, der oftmals das ausdrücken konnte, was Anderen an Worten fehlte. Es wurde ein Thread mit dem Titel eröffnet: „Keine voreilige Flucht“, in dem die Beteiligten – auf ihre oft subtil-plumpe Art – zum Ausstieg aus dem Forum aufrufen. Kramers Freunde, der übrigens seit seiner Verbannung wohl aus taktischen Gründen auch im freigeisterhaus.de nichts schreibt, rackern sich ab. Seit Tagen drohen sie mit ihrer Flucht aus dem Forum, und werden nicht müde zu betonen, dass ihr Abgang das Ende jenes Forums bedeuten würde, sofern der Betreiber ihre Leitfigur nicht wieder reinließe. Das ist so etwas ähnliches wie eine nicht Ernst gemeinte Selbstmorddrohung.
Allmählich wird die Situation brenzlig, denn der Betreiber scheint nicht an eine Wiederzulassung zu denken; somit wäre die Gruppe gezwungen zu gehen – oder ihr Gesicht zu verlieren. Beides wollen sie nicht. Der Betreiber braucht also seine Linie nur konsequent durchzuziehen. Sobald er dem Gruppenzwang nachgibt, ist klar, dass er auf immer die Führung über sein Forum verloren hat, und damit die Verantwortung für einen nicht mehr kontrollierbaren Prozess auf sich nimmt. Ein typischer Machtkampf.
Erstaunlich ist das Selbstbewusstsein der atheistischen Schreiber, die meinen, das Forum könne ohne sie nicht mehr bestehen. Ich stelle diesen Größenwahn oft fest; wiederholt auch im Kreuzgang-Forum, wo sich vor 2 Jahren eine Gruppe mit Todesprophezeiungen verabschiedete und erst kürzlich einige Anglikaner, die auch meinten, ohne sie sterbe das Forum.
Ich versichere allen, die über solche hohen Meinungen über sich selbst verfügen: Jeder ist entbehrlich, und auch größere Abgänge sind oft besser als ewigliche Keilereien. Oft sind es notwendige Reinigungsprozesse, und ich rate jenem Stefan an, ein eigenes Forum einzurichten. Dann kann er auch die Verantwortung und die Aufwendungen für sein Handeln tragen. Das ist besser, als sich auf den Schultern Fremder auszuruhen, zum eigenen Vorteil.

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Wenn Du nicht wärst – ja dann…

5. August 2008 weberknecht 1 Kommentar

… hätten wir einen Schuldigen weniger.

… ginge es mir weitaus besser.

… hätte ich nicht so oft Misserfolge.

… und überhaupt – die Welt drehte sich schneller.

Wenn Du nicht wärst, dann wäre alles perfekt. Fühlen Sie sich erwischt? Suchen Sie auch gerne die Schuld bei anderen und schieben deren nackte Existenz in den Vordergrund, um eine preiswerte Ausrede für das eigene Versagen zu haben? Kinder spielen das auf eine hervorstechende Weise. Aber noch viel excellenter spielen es Erwachsene mit ihren Kindern.

„Wenn die Kinder nicht wären, ja dann würde ich eine große Mann sein!“.

Sie suchen stets nach Ausreden, um irgendetwas nicht zu müssen. Das Fatale an dieser Vorgehensweise, nämlich die Schuld beim anderen zu suchen, ist: es hält das eigene positive Bild aufrecht. In Wirklichkeit sind Sie nämlich ein toller Hecht, nicht wahr, aber weil hier jemand ist, den Sie vorschieben können, geht es nicht. Das ist übrigens auch einfacher, denn man muss sich nicht anstrengen. Und für den eigenen Misserfolg kann man ihn, der ja leider im Weg steht, prima als Ursache nutzen.

„Ich wäre ja ein ein guter Mensch, wenn man mich nur ließe, aber…“

Sagen Sie mal, geht’s noch? Es gibt Alternativen in ihrem Leben. Und nur weil Sie die Hosen gestrichen voll haben, müssen Sie nicht einen Sündenbock suchen. Nun reißen Sie sich mal zusammen und suchen nach Lösungen. Dann klappts auch wieder mit dem Nachbarn – äh Sündenbock.

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