Die Neue Ordnung
Es ist schwer, gute Publikationen zu finden. Die Neue Ordnung wurde in die Publikationsliste aufgenommen.
Es ist schwer, gute Publikationen zu finden. Die Neue Ordnung wurde in die Publikationsliste aufgenommen.
Zufällig bin ich neulich auf die päpstliche Enzyklika „Quadragesimo Anno“ von Papst Pius XI. aus dem Jahre 1931 gestoßen. In der Sozialenzyklika geht es um die soziale Frage und natürlich auch um das Verhältnis der Katholiken zum Sozialismus. Die wesentliche Passagen zitiere ich mal:
(Es geht eine Analyse des Sozialismus voraus)
Katholik und Sozialist unvereinbar
120. Enthält der Sozialismus – wie übrigens jeder Irrtum – auch einiges Richtige (was die Päpste nie bestritten haben), so liegt ihm doch eine Gesellschaftsauffassung zugrunde, die ihm eigentümlich ist, mit der echten christlichen Auffassung aber in Widerspruch steht. Religiöser Sozialismus, christlicher Sozialismus sind Widersprüche in sich; es ist unmöglich, gleichzeitig guter Katholik und wirklicher Sozialist zu sein.
Kultursozialismus
121. Dieses von Uns hiermit ausdrücklich erneuerte und bestätigte Urteil gilt gleicherweise auch gegenüber einer neuen Erscheinung im Sozialismus, die früher in dieser Form unbekannt war, heute aber keineswegs auf eine Richtung innerhalb des Sozialismus beschränkt ist. Wir meinen den Sozialismus als Bildungs- und Erziehungsbewegung. Mit aller Macht suchen die sozialistischen Kinderfreunde schon die zarte Jugend an sich zu ziehen und für sich zu gewinnen. Aber darüber hinaus soll die Gesamtheit des Volkes erfaßt werden, um den „sozialistischen Menschen“ zu bilden als Träger der sozialistischen Gesellschaftsordnung.
122. Nachdem Wir in Unserm Rundschreiben Divini illius Magistri die Grundsätze und Ziele einer christlichen Erziehung ausführlich entwickelt haben54, liegt die Unvereinbarkeit der von diesem BiIdungs- und Erziehungssozialismus eingeschlagenen Wege und angestrebten Ziele mit den christlichen Grundsätzen so klar und offen zutage, daß Wir Uns nicht noch eigens darüber zu verbreiten brauchen. Aber Größe und Ernst der hier dr6henden Gefahr werden offenbar noch längst nicht überall gebührend gewürdigt, woher es denn auch vielfach an entsprechend entschlossenen Gegenmaßnahmen fehlt. Vor dem hier drohenden Unheil zu warnen ist Pflicht Unseres Hirtenamtes. Möge sich jedermann darüber klar sein; am Anfang dieses Kultursozialismus steht der Kulturliberalismus; an seinem Ende steht der Kulturbolschewismus.
Katholiken im Lager des Sozialismus
123. Nach all dem begreift Ihr, Ehrwürdige Brüder, die Größe Unseres Schmerzes, sehen zu müssen, wie – namentlich in einzelnen Ländern – nicht wenige Unserer Söhne, von deren gläubiger Gesinnung und deren aufrichtig gutem Willen Wir immer noch überzeugt sein möchten, der Kirche den Rücken gekehrt haben und in den Reihen des Sozialismus stehen; viele, die sich offen und selbstbewußt Sozialisten nennen und zu sozialistischen Programmen bekennen; viele auch, die mehr oder weniger gleichgültig oder selbst widerwillig Verbänden angehören, die eingestandenermaßen oder doch tatsächlich sozialistisch sind.
124. In der Bekümmernis Unseres Vaterherzens quält Uns immer wieder die Frage: Wie konnten sie sich dorthin verirren? Es ist Uns, als vernähmen Wir die Antwort, mit der viele von ihnen sich rechtfertigen wollen: Kirche und kirchlich Gesinnte hielten es mit den Besitzenden, kümmerten sich nicht um den Arbeiter und nähmen sich seiner nicht an; darum müßten die Arbeiter im Sozialismus sich zusammenschließen, um selbst ihre Sache in die Hand zu nehmen.
125. Gott sei es geklagt, Ehrwürdige Brüder, wirklich hat es Kreise gegeben und gibt es sogar heute noch, die sich des katholischen Namens rühmen, bei denen aber jenes erhabene Gesetz der Gerechtigkeit und Liebe, nach dem wir nicht nur jedem das Seine zu gewähren haben, sondern der notleidenden Brüder wie Christus des Herrn selber uns annehmen sollen55, fast völlig dem Bewußtsein entschwunden ist, ja, was noch ernster zu nehmen, bei denen das Gewissen sogar zu gewinnsüchtiger Ausbeutung des Arbeiten schweigt. Ja, selbst das findet sich, daß man gerade die Religion vorzuschützen sucht als Wandschirm, hinter dem man mit seinen ungerechten Machenschaften sich verstecken und durchaus gerechten Forderungen der Arbeiterschaft sich entziehen will. Niemals werden Wir davon ablassen, diesen Leuten auf das ernsteste ins Gewissen zu reden. Sie sind es, die die Schuld tragen, daß auf die Kirche der falsche Schein und die Verdächtigung fallen konnte, sie begünstige die Besitzenden und sähe die Leiden und Nöte der Enterbten dieser Erde teilnahmslos mit an. Wie falsch dieser Schein, wie ungerecht diese Verdächtigung ist, dafür zeugt die ganze Kirchengeschichte; wenn aber irgend etwas, dann müßte das Rundschreiben, dessen Jubelfeier Wir hier begehen, aller Welt sichtbar machen, wie bitteres Unrecht diese verleumderischen und ehrenkränkenden Anklagen der Kirche antun.
Einladung zur Heimkehr
126. Aber weit entfernt, im Bewußtsein des Uns angetanen Unrechts in gekränktem Vaterschmerz diese Unsere Söhne, die so elend in die Irre gingen und jetzt so fern der Wahrheit und dem Heile sind, von Uns zu weisen und zu verstoßen, rufen Wir sie mit aller Inständigkeit zum mütterlichen Schoß der Kirche zurück. Möchten sie auf Unsere Stimme hören. Möchten sie heimkehren ins verlassene Vaterhaus und ihren Platz einnehmen, wo wirklich ihr Platz ist, in den Reihen derer, die im engsten Anschluß an die Weisungen, die Leo zuerst erteilt hat und die Wir hier in feierlicher Weise von neuem als Losung ausgeben, das soziale Reformprogramm der Kirche verwirklichen, in sozialer Gerechtigkeit und sozialer Liebe die Gesellschaft zu erneuern! Mögen sie überzeugt sein, daß sie selbst irdisches Glück bei niemand reichlicher finden werden als bei demjenigen, der „um unseretwillen arm ward, da er reich war, damit seine Armut unser Reichtum würde“, der in Armut und Mühseligkeiten lebte von Jugend an, der alle „Mühseligen und Beladenen“ zu sich einlädt, um sie in der Liebe seines Herzens zu erquicken, der endlich ohne Ansehen der Person mehr fordern wird von dem, dem mehr gegeben ward, und einem jeden vergelten wird nach seinen Werken.
Die Enzyklika scheint an Aktualität nicht verloren zu haben. Ich bin gespannt auf die neue Sozialenzyklika Papst Benedikts des XVI.
Allen, die im Winter doch Speck angesetzt haben, empfehle ich nochmals den Laufsport. Er vereinigt alle möglichen Vorzüge, die Leuten mit wenig Zeit und Familie manches Argument wegnimmt, sich vor Sport zu drücken.
Man kann einen Dauerlauf machen wann und wo man will, auch bei jedem Wetter, denn Regen schadet nichts.
Dauerlauf ist für den ganzen Körper sehr gut, denn er stärkt Herz, Kreislauf, Muskulatur und Ausdauer.
Es empfiehlt sich mindestens drei mal pro Woche 10 km (ca. 1 Stunde) zu laufen oder täglich 5 km (je 30 Minuten). Damit hat man das nötige Pensum erfüllt, um fit und schlank zu bleiben.
Am besten ist es – und das wird nun im Frühling zunehmend schöner – morgens um 6.00 Uhr zu laufen. Wenn es der Job und die Familie erlaubt, dann 30 Minuten laufen, anschließend duschen und frühstücken. So seid ihr fit für den Tag! Einen Ohrsöpsel braucht man nicht, denn die Vögel zwitschern um diese Zeit herrlichst, und die Luft macht Freude auf den Tag.
Also: Ran an die Möpse
Die Blogsoftware zeigt, wie ich bereits angedeutet habe, auch eingehende Verweise auf diesen Blog an. Nicht jeder, der diesen Blog verlinkt, wird auch in die Verweisliste aufgenommen. Da es sich bei credo ut intelligam aber um eine etablierte katholische Seite handelt, nehme ich den Verweis darauf gerne auf (Vgl. Verweise rechts unten).
Es ist ein weit verbreiteter Brauch, am 1. April Mitmenschen in den „April zu schicken“. Damit ist gemeint, dass eine sachlich falsche Information verbreitet wird, mit der Zielsetzung, sich über die Gutgläubigkeit eines so Hereingelegten zu erfreuen.
Nach verschiedenen Quellen soll der 1. April der Todestag des Judas Ischariot sein, jenes Verräters Jesu Christi. Die genauen Ursprünge sind jedoch nicht bekannt.
Tatsache aber ist, dass es sich bei den Aprilsscherzen um jene Art von Humor handelt, die ihre Komik aus dem Schaden des anderen nimmt. Ein heute weit verbreitetes Beispiel hierfür sind die TV-Sendungen „Verstehen Sie Spaß“ oder „Stefan Raab“. Im Gegensatz dazu erntet höherer Humor seine Komik aus der eigenen Unzulänglichkeit oder aus typischen Situationen menschlicher Schwächen, die nicht personenbezogen sind. Ein Meister seines Faches sind zu nennen Loriot oder Ephraim Kishon.
Nun sind die meisten Aprilscherze von einer Harmlosigkeit, dass ihre Primitivität nicht weiter der Rede wert sind; im Gegenteil, sie heitern dennoch für einen kurzen Moment die Stimmung auf.
Von einem anderen Kaliber aber ist der Vorgang, der hier stattgefunden hat:
Der Autor ist bereits seit langem maßgeblich aktiv in den kirchenkritischen Organisationen „Wir sind Kirche“, „Initiative Kirche von Unten“ und nachgelagerten Einrichtungen zum Ökumenischen Kirchentag (Stichwort: Feierabendmahl, Hasenhüttel) etc. Dagegen ist in einer freien Gesellschaft nichts einzuwenden, allerdings muss festgestellt werden, dass diese Einrichtungen mit ihren Auffassungen mehr oder weniger im Gegensatz zum kirchlichen Lehramt stehen.
Auf der folgenden Seite nun seziert der Autor genüsslich einen Aprilscherz, auf den die Internetplattformen „Radio Vatikan“ bzw. „kath.net“ hereingefallen sind. Die Inhaltsangabe kann dem Blog entnommen werden.
Bemerkenswert und bedenklich an dem Vorgang ist einerseits die Tatsache, dass die genannten Medien die Meldung tatsächlich für glaubwürdig gehalten haben. Das spricht nicht unbedingt für Erzbischof Zollitsch. Ein weiterer Punkt ist wohl das Ausmaß der Schadenfreude über den „gelungenen“ Aprilscherz, welches nicht mehr als harmlos, weil wertschätzend, sondern als boshaft, weil herabsetzend bezeichnet werden kann. Ein letzter Punkt ist der Provokationswille, der hinter einer solchen Aktion steht. Nicht etwa, weil die Akteure etwas Positives erreichen wollen, sondern weil sie etwas Bestehendes zum Einsturz bringen wollen: Deswegen wird gepiekst – und gehört es ignoriert.