Diverse katholische Nachrichtenportale melden, dass Papst Benedikt nun doch die Karfreitagsfürbitte für die Juden im Alten Ritus verändert hat. Laut Staatssekretariat (!) soll künftig nicht mehr nur „Pro conversione Iudaeorum“, sondern „pro Iudeis“ allgemein gebetet werden.
Der jetzt veröffentlichte lateinische Wortlaut:
„Oremus et pro Iudaeis Ut Deus et Dominus noster illuminet corda eorum, ut agnoscant Iesum Christum salvatorem omnium hominum. Oremus. Flectamus genua. Levate. Omnipotens sempiterne Deus, qui vis ut omnes homines salvi fiant et ad agnitionem veritatis veniant, concede propitius, ut plenitudine gentium in Ecclesiam Tuam intrante omnis Israel salvus fiat. Per Christum Dominum nostrum. Amen.“
Ein inoffizielle Übersetzung lautet:
„Lasset uns auch für die Juden beten. Dass unser Gott und Herr Herzen jener erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen. Lasset uns beten. Lasset und die Knie beugen. Erhebet Euch. Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, dass alle Menschen das Heil geschieht und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel Heil geschieht. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“
Auch wenn ich die Änderung für unnötig halte, da das Gebet für die Bekehrung allen, die nicht an Christus glauben, gilt. Wenn im besonderen für die Juden gebetet wird, so ist dies Ausdruck einer besonderen Stellung. Nun ist die Änderung durch den Papst erfolgt, ich kann gut damit leben, und ich glaube nicht, dass es angebracht ist, hiergegen zu protestieren. Wer es dennoch tut, der wird es schwer haben, in dieser Frage einen besonderen Akzent zu setzen (ausser einem negativen).