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Archiv für Juni 2007

Das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe wurde 30 Bischöfen überreicht.

27. Juni 2007 weberknecht Kommentieren

Das Dokument, mit dem Papst Benedikt XVI. die alte tridentinische Liturgie aus eigenem Willen (lat.: „motu proprio“) für die gesamte katholische Kirche wieder freigibt, ist am Mittwochnachmittag rund 30 Bischöfen aus aller Welt in der Sala Bologna des Apostolischen Palastes von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone übergeben worden.

Die Bischöfe waren eigens dafür nach Rom eingeladen worden. Am Ende der Begegnung, in der das Papier zusammen mit einem erläuternden Begleitbrief vorgestellt wurde, kam auch Benedikt XVI. selbst zu der Vorstellung. Eine Diskussion der Entscheidung war jedoch nicht mehr vorgesehen. Das Dokument stellt auf knapp drei Seiten lang eine Epochenwende der katholischen Messfeiern dar.

Der Begleitbrief umfasst gut vier Seiten. Aus Deutschland war Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, zu der Übergabe eingeladen. Alle Umstände des Vorgangs machen deutlich, wie sehr dem Papst daran gelegen war, dass die Bischöfe den brisanten Inhalt „in einem besonderen Akt kollegialen Entgegenkommens“ von ihm selbst und nicht aus der Presse oder anderen Medien erfahren sollten.

Die allgemeine Veröffentlichung beider Dokumente ist für den 7. Juli vorgesehen. Die Erläuterungen des Begleitbriefs halten noch einmal ausdrücklich die Einheit des römischen Ritus fest. Der eine Ritus wird sich jedoch ab jetzt in eine ordentliche und eine außerordentliche Form gliedern, die sich fortan gegenseitig befruchten sollen.

Die ordentliche Form wird weiterhin der neue Ritus sein, den Papst Paul VI. 1969 mit einem beispiellosen Federstrich verfügt hat. Als außerordentliche Form bleibt nun aber auch der lateinische Ritus erlaubt, den Papst Johannes XXIII. zum letzten Mal 1962 im offiziellen „Missale Romanum“ niederlegte, dessen Grundzüge zum letzten Mal im Konzil von Trient (1545 – 1563) festgelegt worden waren.

(Die Welt/Kath.Net)

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Bündchen für Abtreibung

26. Juni 2007 weberknecht Kommentieren

Im Anschluß an den Besuch Papst Benedikts XVI. in Brasilien, zitiert die Netzzeitung Model Gisele Bündchen, die die ablehnende Haltung des Vatikans gegenüber Kondomen nicht versteht.

Sie spricht davon, daß die Morallehre der Kirche zur Verhütung «völlig überholt» und «hoffnungslos veraltet» sei. Was für ein triftiges Argument. Nur weil etwas seit langem Gültigkeit hat, wird es nicht ungültig. «Denken Sie doch nur an all die Krankheiten, die ohne sie übertragen werden können.» Hier gibt die Dame einen Einblick in ihr Verständnis der Ehe (vermutlich hält sie meines auch für veraltet). Die Ansteckungsgefahr ist im wesentlichen gegeben bei Promiskuität bzw. Prostitution. Beides lehnt die Kirche strikt ab, insbesondere letzteres, wie man im vorhergehenden Beitrag zur Würde der Frauen entnehmen kann. Bündchen meint, jede Frau solle für sich selbst zu entscheiden, ob sie abtreiben wolle. «Wenn sie glaubt, sie hat nicht genug Geld oder ist emotional nicht reif dafür, ein Kind großzuziehen, warum sollte sie dann ein Kind zur Welt bringen?»

Daß das ungeborene Kind auch nur den Hauch einer Chance bekommt, darauf kommt die Schöne Dame nicht. Einfach umbringen, und schon gehts weiter…Es ist unvorstellbar, mit welcher Brutalität manche Menschen ihren Vergnügungstrieb durchsetzen wollen.

Aber es geht noch weiter: Die Benutzung von Verhütungsmitteln sollte sogar gesetzlich vorgeschrieben sein, findet das Model.

Nun fehlt nur noch der letzte Schritt: Staatlich geregelter Verkehr.

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Zehn Gebote und der Straßenstrich

20. Juni 2007 weberknecht Kommentieren

Der Vatikan hat am 19.6.2007 Richtlininen für die pastorale Sorge auf den Strassen herausgegeben.Das Dokument ist in englischer Sprache veröffentlicht worden. Der Inhalt gliedert sich in vier Teile: Betreffend die Straßenbenutzung, die Prostituierten auf der Straße, die Straßenkinder sowie die Obdachlosen.
Im ersten Teil sticht ein unverbindlicher Vorschlag für „Zehn Gebote“ zur Straßenbenutzung hervor.

I. Du sollst nicht töten
II. Die Straße soll für Dich ein Ort der Begegnung und nicht der tödlichen
Bedrohung sein.

III.Höflichkeit, Aufrichtigkeit und Klugheit werden Dir behilflich, um mit
unvorhersehbaren Geschehnissen umzugehen.

IV. Sei barmherzig und hilf Deinem Nachbarn in der Not, insbesondere
Unfallopfern.

V. Autos sollen für Dich kein Ausdruck der Kraft und Dominanz sein, auch
keine Gelegenheit zur Sünde.

VI. Überzeuge die Jungen und nicht mehr so Jungen liebevoll, nicht zu
fahren, wenn sie nicht dazu in der Lage sind.

VII. Unterstütze die Familien von Unfallopfern.
VIII. Bringe zur rechten Zeit Unfallopfer und -täter zusammen, so daß ihnen
die befreiende Erfahrung der Vergebung möglich wird.

IX. Schütze auf der Straße die verletzbareren Teilnehmer.
X. Fühle Dich anderen gegenüber verantwortlich.

In Punkt 87 des Zweiten Teils wird Papst Benedikt XVI zitiert, der Prostitution als moderne Form der Sklaverei von Frauen, aber auch von Männern und Kindern geißelt. Die Ursachen werden unter Bezugnahme auf Papst Johannes Paul II in der weitverbreiteten hedonistischen und kommerzielle Kultur erkannt, welche die systematische Ausnutzung der Sexualität fördert.
Die folgenden Themen der Kinderarmut und der Obdachlosigkeit münden in eine Kritik der Wohlfahrtsstaaten, denen es nicht gelingt, diese Probleme trotz vorhandener Möglichkeiten zu lösen. Bemerkenswert ist, daß in der öffentlichen Wahrnehmung der Text auf die zehn Autofahrergebote reduziert wird und hier insbesondere auf das 5. Gebot reagiert wird. Man kann wohl sagen, daß der Hinweis auf Prahlerei gesessen hat. WIchtiger wären aber meines Erachtens die drei letzten Themen.

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15. Juni 2007 weberknecht Kommentieren

Das Vatican-Magazin bringt in der aktuellen Ausgabe einen interessanten Essay von Esther-Maria Stallmann. Der Artikel ist eine Reflexion einer jungen Dame in der Welt von heute und setzt sich kritisch mit dem Glaubensverlust ihrer Elterngeneration auseinander, und wie sie nach dem Tod ihres Vaters – nach einer tiefen Glaubenskrise wieder zu Gott fand. Sehr empfehlenswert.

Das Magazin ist seit neuestem auch am Kiosk zu erhalten und bietet einen unterhaltsam-kritischen Zugang zur Katholischen Kirche.

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Menschenrechte

14. Juni 2007 weberknecht Kommentieren

Amnesty International (AI) ist eine weltweit operierende, nichtstaatliche Organisation, die sich nach ihrem Selbstverständnis für Menschenrechte einsetzt. Den Begriff der Menschenrechte leitet AI dabei im wesentlichen aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen her. Amnesty International zählt mehr als 1,8 Millionen Mitglieder und Unterstützer in mehr als 150 Staaten.
Die Entscheidung der Menschenrechtsorganisation, in bestimmten Fällen einen Rechtsanspruch auf Abtreibung festzuschreiben hat dazu geführt, dass der Kurienkardinal der Katholischen Kirche Renato Raffaele Martino in Frage stellt, ob Katholiken und kirchliche Organisationen auch weiterhin Amnesty International unterstützen können. (Quelle: Radio Vatican)

AI stellt folgende „Rechte“ auf Abtreibung fest:

  • Obstructing rape survivors’ access to legal abortion services is a violation of their sexual and reproductive rights.
  • Women must have access to safe and legal abortion services in cases of unwanted pregnancy as a result of rape, sexual assault or incest.

So gut gemeint der Einsatz für ein solches Recht sein mag: AI versäumt es, sich für die Rechte der auf diese Weise entstandenen Menschen einzusetzen und stellt das vermeintlich Recht der Frau auf Abtreibung über das Recht des Kindes auf Leben.

Bei allem Respekt vor den Idealen einer Einrichtung wie Amnesty International zeigt der vorliegende Fall erneut, dass es keine weltweite Einrichtung außer der Katholischen Kirche gibt, die sich für die ganzen göttlich verliehenen Menschenrechte aller Menschen einsetzt. Wer katholisch ist, braucht kein AI.

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